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Klimaschutz mit Grubengas

Die energetische Nutzung von ausströmendem Grubengas stellt eine erhebliche Entlastung der Umwelt dar.

Die Freisetzung von Grubengas aus den Kohleflözen endet nicht mit der Einstellung des Steinkohleabbaus und der Stilllegung des Steinkohlenbergwerks. Die noch offenen, langlebigen Grubenräume füllen sich stetig mit dem Gas, das aus der verbliebenen Restkohle austritt. Dies führt ohne die Grubengasverwertung zu einem Aufsteigen des Grubengases, durch das Steinkohlen- und Deckgebirge und in der Folge zu einem diffusen Austreten an die Tagesoberfläche mit Folgen für das Klima. Methan wirkt in der Atmosphäre 25-mal klimaschädlicher als Kohlenstoffdioxid. Die Grubengasverwertung trägt damit – neben der Abwehr der Gefahr durch unkontrolliert austretendes Grubengas – auch zum Klimaschutz bei.

Der Methangehalt der Kohle ist nicht in allen Flözen gleich. Grundsätzlich enthalten Gas- und Fettkohlen mehr Methan als Mager-, Ess- und Anthrazitkohlen. In Nordrhein-Westfälischen Lagerstätten liegt der Methangehalt bis zu 20 m3/t Kohle.

Mit einer Verringerung von rund 1 Mio. Tonnen äquivalente CO2-Emissionen jährlich trägt Mingas-Power schon jetzt wesentlich zur Emissionssenkung bei.

Grubengasverwertung ist sinnvoll

  • durch erprobte und sichere Anlagentechnologie
  • platzsparende und flexible Bauweise mit Containermodulen
  • Einsparung der Transport- und Logistikaufwendungen, Energieerzeugung und Einspeisung direkt am Ort der Grubengasgewinnung
  • Entlastung der Infrastruktur durch dezentrale Strom- und Wärmeversorgung
  • Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen

und umweltschonend 

  • vorhandene Energieressourcen werden genutzt, andere energetische Ressourcen werden gespart
  • CH4-Emissionen werden reduziert
  • leistet einen Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele des Landes NRW/Deutschlands

Zukunft der Grubengasgewinnung

  • Grubengasgewinnung wird derzeit durch das Erneuerbare Energie Gesetz (EEG) gefördert
  • Grubengasgewinnung ist nur mit der EEG-Förderung wirtschaftlich
  • die EEG-Förderung läuft in 2024 aus (siehe dazu das Gutachten), danach ist die Wirtschaftlichkeit der Grubengasgewinnung nicht darstellbar
  • das Grubengas wird weiterhin unkontrolliert in die Atmosphäre freigesetzt